Sie sind hier: Service / Erste-Hilfe Online / Verbrennungen/Verbrühungen
Samstag, 19. Mai 2012

Verbrennungen - Verbrühungen

Verbrennungen bzw. Verbrühungen sind durch Hitze ausgelöste schwere Schädigungen der Haut und auch tiefer liegender Gewebe mit nachhaltigen Auswirkungen auf den gesamten Organismus durch Störung der vitalen Funktionen. Bei tiefer gehenden Gewebeschädigungen finden sich in den angrenzenden Hautbezirken immer auch Blasenbildung und Hautrötung. Durch ausgedehnte Brandwunden verliert der Körper große Mengen ab Gewebeflüssigkeit. Dieser Flüssigkeitsverlust kann zum Schock führen. Dabei wirkt der Verbrennungsschmerz verstärkend. Durch Wundinfektion kommt es ggf. später zu verzögerter Wundheilung. Hat die betroffene Person im Moment der Hitzeeinwirkung (Explosion, Stichflamme) eingeatmet, können Verbrennungen im Mund, Rachen und Kehlkopfbereich entstehen. Es kommt zu Atemstörungen.

 

Erkennen
  • Schmerz
  • Hautrötung
  • Blasenbildung
  • Tiefergehende Gewebeschädigungen

Das Brennen der Kleidung verursacht beim Betroffenen Angst. In der Angst läuft er davon und facht somit den Brand zusätzlich an.

 

Das können Sie tun
  • Kleiderbrände sofort löschen, dazu wie folgt verfahren:
  • Brennende Person aufhalten
  • Wolldecke zum Löschen so halten, dass Sie sich nicht selber verbrennen (Finger)
  • Decke um den Hals des Betroffenen ganz abschließen.

Betroffenen auf den Boden legen und die Decke vom Hals in Richtung Füße mit den Händen abstreifen.

  • Bei Einsatz von Feuerlöschern diese nicht auf das Gesicht richten.
  • Es gibt Feuerlöscher, die nicht zum Ablöschen brennender Personen verwendet werden dürfen. Daher sind entsprechende Hinweise auf dem vorhandene Feuerlöscher zu beachten.
  • Bei Verbrennungen lokale Kaltwasseranwendung, z.B. Gliedmaßen sofort in kaltes Wasser eintauchen oder unter fließendes Wasser halten, bis der Schmerz nachlässt (mind. 15 Minuten).
  • Bei Verbrühungen Kleidung möglichst rasch entfernen, ohne dabei die Kaltwasseranwendung zu verzögern.
  • Schockbekämpfung Keimfreie Bedeckung der Brandwunden mit Verbandtüchern / Metalline-Tüchern Kontrollieren Sie ständig die Lebenszeichen.
  • Grundsätzliches Verbot der Anwendung von Hausmitteln (wie bei allen Verletzungen), weil der Arzt die Wunde unbedingt unverändert sehen muss, um sie beurteilen und versorgen zu können.
  • Notruf

 

Hinweis:  In den Verbandkästen DIN 13164 (Kraftfahrzeugverbandkasten) sowie DIN 13157 befinden sich Verbandtücher, die auch für die Versorgung von Brandwunden vorgesehen sind.